I Ging · Richard Wilhelm
Das Urteil
Der Brunnen. Man mag die Stadt wechseln, Aber kann nicht den Brunnen wechseln. Er nimmt nicht ab und nimmt nicht zu. Sie kommen und gehen und schöpfen aus dem Brunnen. Wenn man beinahe das Brunnenwasser erreicht hat, Aber noch nicht mit dem Seil drunten ist Oder seinen Krug zerbricht, so bringt das Unheil.
OriginalscanAnfangs eine Sechs bedeutet
Der Schlamm des Brunnens wird nicht getrunken. Zu einem alten Brunnen kommen keine Tiere.
Originalscan · 162Neun auf zweitem Platz bedeutet
Am Brunnenloch schießt man Fische. Der Krug ist zerbrochen und rinnt.
Originalscan · 162Neun auf drittem Platz bedeutet
Der Brunnen ist gereinigt, aber man trinkt nicht daraus. Das ist meines Herzens Leid; Denn man könnte daraus schöpfen. Wäre der König klar, So genösse man gemeinsam das Glück.
Originalscan · 162Sechs auf viertem Platz bedeutet
Der Brunnen wird ausgemauert, kein Makel.
Originalscan · 163Neun auf fünftem Platz bedeutet
Im Brunnen ist ein klarer, kühler Quell, Den man trinken kann.
Originalscan · 163Oben eine Sechs bedeutet
Man schöpft aus dem Brunnen ohne Hinderung. Er ist zuverlässig. Erhabenes Heil!
Originalscan · 163Quelle: I Ging · Richard Wilhelm
Linientexte: KI-gestützte Ersttranskription aller 384 Linien sowie der beiden Zusatztexte nach dem Digitalisat der Ruhr-Universität Bochum. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf/Köln, 6.–8. Tausend; Erscheinungsjahr nicht ermittelt. Nicht unabhängig zweitkollationiert; Fehler sind möglich. Die 64 Urteiltexte wurden am 25.10.2026 aus demselben Digitalisat neu ersttranskribiert; die neue Quellenangabe bezieht sich nur auf diese Neufassung, nicht rückwirkend auf den früheren Import. Originalscan ↗